Aktuelles / Chronik
Januar 2012
Nach der erfolgreichen Montage der Laufbüchse
der L180 Nr.1361 hat auch die Kurbelwelle wieder an ihren
angestammten Platz zurück gefunden. Die Lager waren in der
letzten Betriebszeit der Lok offensichtlich nur sehr großzügig
angepasst worden, schlicht und einfach durch nicht ganz fest gezogene
Schrauben. Für die Sicherheit gab es ja Kontermuttern und
Splinte... D.h., dass nun doch noch etwas Aufwand zur genauen
Anpassung erforderlich ist. Nach Fertigstellung das Motors wird
auch das Getriebe noch genug Arbeit bieten.
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November 2011
Nachdem das Motorgehäuse der Montania
L180 soweit vorbereitet war, konnte nun der Versuch unternommen
werden, die neue Laufbüchse einzupassen. Obwohl sie exakt
nach den Maßen der alten Büchse gefertigt ist, war
dies anfänglich nicht möglich. Erst nachdem der hintere
Sitz im Gehäuse noch einmal intensiv nachgearbeitet wurde,
ließ die Laufbüchse sozusagen "saugend" einfädeln,
bei einer Masse von über 50kg ein Geschicklichkeitsspiel.
Offensichtlich waren - trotz Sandstrahlen - noch korrosionsbedingte
Aufblühungen des Gusseisens vorhanden. Nach der Einbauprobe
wurde die Büchse wieder entfernt, denn nun müssen noch
die Löcher für die Ölbohrungen eingebracht und
ein passender Gummi-Dichtring beschafft werden.
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Oktober 2011
Nachdem sich entgegen sicher geglaubter
Angaben erst in Deutschland herausgestellt hatte, dass die im
November 2010 erworbene Lok vom Typ M00 eine Spurweite
von 500mm besitzt, ergab sich ein knappes Jahr später die
Möglichkeit, sie gegen eine - nahezu gleiche - 600mm-Lok
des Feldbahnmuseums
500 e.V. in Nürnberg zu tauschen. Ursprünglich war
vorgesehen, die Lok umzuspuren, was nun entfallen kann. Zwar ist
die Motorhaube der Tauschlok ziemlich verbeult, aber der Motor
lässt sich drehen, was die Restaurierung einfacher machen
dürfte. Die Nürnberger Tauschlok ist vom Typ M00A
und besitzt eine Grubenausrüstung mit großem, geschütztem
Luftfilter und Abgaswäscher. Sie ist neben der L180 und der
LD2 damit die dritte Grubenlok in der Sammlung. Die Be- und Entladung
erfolgte über die Ladebordwand und mit tatkräftiger
Hilfe des Nürnberger Museumschefs.
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September 2011
Die Arbeiten an der L180 gehen
zwar langsam, doch unaufhörlich voran. Das Motorgehäuse
wurde sandgestrahlt und grundiert. Damit wird er Zusammenbau des
Motors vorbereitet. Der große, gusseiserne Gruben-Auspufftopf
wurde gleichfalls sandgestrahlt und mit Grundfarbe behandelt,
um ihn weiter bearbeiten zu können. Er ist zum Teil sehr
stark erodiert, so dass Löcher geschlossen und Deckel erneuert
werden müssen.
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Juli 2011
Im Juni gingen die 3-Gang-RL1c
und die RL3 auf eine - zumindest für Feldbahnloks
- weite Reise zur Wirsitzer Kreisbahn in Polen. Dort fand auf
einem 12km langen Stück der stillgelegten und denkmalgeschützten
600mm-Schmalspurbahn das "Kipploren-Treffen" deutscher und polnischer
Feldbahnfreunde statt. In mehreren Arbeitseinsätzen war die
Strecke zuvor wieder befahrbar gemacht worden, nachdem Anfang
der 90er Jahre der Regelbetrieb eingestellt wurde. Die kleine
RL1c hat sich erstaunlich gut geschlagen und ist in der gesamten
Woche über 70km Strecke gefahren, ca. 25 davon mit dem blauen
Zugbegleiterwagen. Dabei lief sie ungerührt im 3. Gang, auf
Steigungen war lediglich der Motorklang etwas intensiver. Die
RL3 wurde leider vom Schicksal schwer getroffen, weil sie auf
der Probefahrt nach ca. 2km einen Motorschaden erlitt, der sich
vorher durch nichts ankündigte. Dies war besonders deshalb
erstaunlich, weil die Lok schon mehrfach bei Veranstaltungen erfolgreich
gelaufen war. Beide Maschinen sind nach dem Treffen wieder gut
in Glossen angekommen und der Motor der RL3 ist bereits ausgebaut
und zur Reparatur in eine Fachwerkstatt gebracht worden. Es gab
natürlich nicht nur Dieselloks beim Kipplorentreffen...
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März 2011
Nach einem Jahr konnte die Herstellung
der neuen Laufbüchse für die L180 endlich abgeschlossen
werden. Der Grund für die Verzögerung war, dass sich
niemand fand, der eine Büchse dieser Größe endbearbeiten
(honen) konnte. Die Werkstätten scheitertern an der schieren
Größe des Teils. Erst nach langer Suche konnte eine
Firma in Mücheln gefunden werden, die die Büchse fertig
gestellt hat. Darüber hinaus konnte sie auch den fehlenden
Kolbenring durch zwei neue, schmalere ersetzen und den Kolben
entsprechend anpassen.
Auch der Tank konnte mittlerweile
fertig gestellt werden.
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November 2010
Aus der - zumindest teilweisen - Auflösung
der Sammlung eines spanischen Feldbahnfreundes konnte eine kleine
Lok des Typs M00 erworben werden. Hergestellt wurde sie
1957 in einer Tochterfirma des O&K-Konzerns in Cornellà
in Spanien. Ursprünglich trugen diese Lokomotiven als Herstellerzeichen
den typischen Rhombus, allerdings mit den Buchstaben "OyK".
Einige davon existieren noch in spanischen Museen. Das Design
der Maschine trägt unverkennbare "Montania"-Merkmale,
was den Rahmen, die Motorhaube und die (momentan noch fehlende)
Rückwand betrifft. Sie könnte mit ihren 1,2t Gewicht
die kleine Schwester (der ohnehin schon kleinen) MD1 sein. Sie
war, ergänzt durch seitliche Gussblöcke, auch mit 1,6t
lieferbar. Ein Vergleich mit der Ns2f macht die Größe
der M00 deutlich. Bemerkenswert ist das Getriebe mit nur
je einem Vorwärts- und Rückwärtsgang, geschaltet
und gekuppelt über das Handrad. Es ist demjenigen vom nach
dem Krieg im O&K-Werk Bochum entwickelten "Schienentraktor"
sehr ähnlich. Die Lok hat einen Sole-Dieselmotor, der allerdings
ziemlich unter der langen Abstellzeit im Freien gelitten hat.
Zumindest ist er Dank des milden, spanischen Klimas nicht zerfroren.
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August 2010
Durch den Tipp eines Feldbahnfreundes
konnte ein Ersatzmotor für die OMZ117 beschafft werden.
Er sieht zwar nicht so aus, als ob er gerade die Werkhallen in
Köln verlassen hätte, ist aber deutlich besser in Stand
als der auf der Lok befindliche Motor. In jedem Fall sollte sich
aus beiden gemeinsam ein funktionstüchtiger Motor machen
lassen.
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Februar 2010
Nach gut einem Jahr geht es mit der Laufbüchse
der Benzollok weiter, u.a. der Preis von 640 Euro nur für
den Rohling aus Sphäroguss begründet den aufhaltsamen
Aufstieg. Nachdem die äußere Bearbeitung auf der Drehbank
der Feldbahn Glossen abgeschlossen ist, erfolgt das Ausdrehen
des Innenmaßes bei einer befreundeten Dresdner Firma. Danach
kann die abschließende Oberfläche der Büchse durch
Honen hergestellt werden.Es ist allemal einfacher, wenn auch nicht
einfach, eine neue Büchse als Drehteil herzustellen als einen
neuen Kolben.
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Januar 2010
Dank eines langjährigen Freundes
- Simon Lomax vom Moseley Railway Trust - ergab sich die Möglichkeit,
an Fotos der LD2 aus Ihrer Zeit beim Freizeitpark "Bagatelle"
in Frankreich zu kommen. Er hatte sie selbst in den Jahren 1989
und 1996 gemacht. In den achtziger Jahren bevorzugte man offensichtlich
den "Western-look" und in den Neunzigern sah die Lok
bereits so aus, wie sie übernommen wurde.
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November 2009
Auch wenn der bedachte Feldbahner einen
lange Zeit nicht betriebenen Motor, dessen Zustand er zudem nicht
kennt, eigentlich erst komplett zerlegen und untersuchen sollte,
bevor er ihn wieder startet, so lässt sich doch solch guter
Vorsatz in der Praxis kaum umsetzen. Denn wer kann schon damit
leben, einen Neuzugang erst einmal in einer Ecke abzustellen,
bis die Zeit zum großen Check gekommen ist. So war auch
bei der LD2 die Neugier der Antrieb dazu, möglichst
schnell zu wissen, ob sie sich aus eigener Kraft bewegt. Nachdem
das festgerostete Auslassventil nach einigen durchaus herzhaften
Hammerschlägen seinen Widerstand aufgab, wurden die Ventile
überschliffen, sie haben übrigens flache (keine konischen)
Sitze. Weiterhin wurden noch die Rostansätze an Kolbenboden
und Zylinderkopf beseitigt und die Anlass-/Dekompressionseinrichtung
gangbar gemacht. Nach dem Auffüllen von vorgewärmten
Kühlwasser stand einem Problauf nun nichts mehr im Wege.
Den Motor mit der Kurbel zu starten, erwies sich als Illusion,
so das nur ein vorsichtiges Anschleppen in Frage kam. Dies ging
allerdings auch nur, wenn parallel dazu mit der Kurbel gedreht
wurde, war dann aber von sofortigem Erfolg gekrönt. Die verwendete
Zündlunte tat dabei ein Übriges. Der Motor hat wunderbare,
dunkelgrau-braune Wolken von sich gegeben und einen beeindruckenden
Klang. Wenn die eingestellte Drehzahl erreicht ist, läuft
er übrigens recht sauber. Dennoch bleibt für später
noch genug Arbeit.
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Oktober 2009
Durch den Tipp eines Feldbahnfreundes
kam eine Lokomotive in die Sammlung, die einen seit vielen Jahren
gehegten Wunsch erfüllte: eine LD2 von O&K Montania.
Und es ist keine "normale" Lok dieses Typs (die auch
schon ein toller Zugang wäre), sondern die Grubenausführung,
von der gerade einmal drei existierende Maschinen bekannt sind.
Der Lok sieht man ihre Vergangenheit in einem Touristikpark deutlich
an, die nachträglichen Ergänzungen wie das Führerhaus,
die Rahmenverbreiterung und die Zusatzpuffer lassen sich aber
problemlos entfernen. Um wieder eine richtige Gruben-LD2 daraus
zu machen, muss ein neuer Abgaswäscher-Kasten gebaut und
die Auspuffleitung dorthin verlegt werden. Die Farbgebung wird
dann wieder schwarz für Rahmen und Fahrwerk und "O&K-grün"
für die Aufbauten sein. Der Gesamtzustand der Maschine ist
gut, auch wenn sie einige Jahre im Freien abgestellt war.
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Nachdem die oben genannten Teile rückgebaut sind,
sieht die Lok ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild schon
wieder recht ähnlich. Auffallend ist die sehr gedrängte
Bauart, um das für den Grubenbetrieb geforderte, schmale
Lichtraumprofil zu erreichen. Auch wenn der Lokführer über
den Luxus eines Fußhebels für die Drehzahlverstellung
verfügte, so war er doch wenig zu beneiden: sein Sitzplatz
war die Werkzeugkiste und auf dem Führerstand ging es sehr
eng zu. Die erste Durchsicht der Maschine ergab zwar einerseits,
dass sich der Motor anstandslos durchdrehen lässt, andererseits
aber stand Wasser in der Auspuffanlage, was auf Grund des offen
stehenden Auslassventils bis in den Zylinder vorgedrungen war.
Nun galt es, den Zylinderkopf abzubauen, um sich ein genaues Bild
machen zu können.
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Glücklicherweise befand sich
der Kolben in der Stellung "O.T.", so dass das Wasser
keinen größeren Schaden anrichten konnte. Kolbenboden
und Zylinderkopf waren ordentlich angerostet, ließen sich
aber mit vertretbarem Aufwand herrichten. Das Innere der Laufbüchse
ist in einem Zustand, der einen Probelauf vertretbar erscheinen
lässt. Mehr Probleme dürfte das Hauptlager der Kurbelwelle
machen. Die Zylinderkopfdichtung dagegen sieht noch sehr gut aus.
Bei näherer Betrachtung des Raumes unter der Motorhaube fand
sich auch die Stelle, an der die Druckluftflasche für die
Starteinrichtung der Lok montiert war und die Abtriebswelle der
Steuerung, die dafür gesorgt hat, dass die Druckluft zum
richtigen Zeitpunkt in den Motor kam. Natürlich besteht längerfristig
das Ziel, diese Komponenten wieder zu ergänzen.
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April 2009
Dank der Hilfe von befreundeten Metallbauern
konnte der Tank der L180 unter Verwendung der Originalarmaturen
neu gebaut werden. Im Rohbau ist er nun fertig. Der vorhandene
Tank konnte nicht weiter verwendet werden, was sich nach dem Sandstrahlen
herausstellte. Er war in die Oberseite der Motorhaube eingelassen
und auf Grund der Grubenwässer völlig korrodiert. Nun
müssen noch die passenden Schrauben (DIN 607) zur Befestigung
der Armaturen beschafft werden. Die Messingstutzen sind sehr massiv
ausgeführt und für den rauhen Betrieb unter Tage ausgelegt.
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Januar 2009
Der nächste Schritt an der Benzollok
ist geschafft: die Laufbüchse ist gezogen! Auf Grund der
großen Kontaktfläche und der jahrzehntelangen Standzeit
war die Büchse sehr fest im Motorgehäuse "eingewachsen".
Selbst vier Entlastungsschnitte brachten keinen schnellen Erfolg,
der Vorschlaghammer und zwei starke Gewindespindeln mussten her,
um sie herauszubringen.
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Dezember 2008
Ab und an muss die Arbeit an der Benzollok
weitergeführt werden, will man vor dem Gesamtumfang nicht
kapitulieren. So steht "momentan" (was durchaus einen
längeren Zeitraum umfassen kann) die Reparatur des Motors
auf der Tagesordnung. Nachdem vor einigen Wochen die Schwungräder
demontiert und sicher eingelagert wurden, konnten nun die Regler-
und die Kurbelwelle abgebaut werden. Zweitere wiegt ca. 90kg und
es ist eine Herausforderung, wenn man sie alleine ohne Hilfe ausbaut.
Aber ein Ende kann man ja anheben... Auch der Kolben (33,4kg
Lebendgewicht inkl. Pleuelstange) ließ sich - wenn auch
nur mit Hilfe eines 10kg-Vorschlaghammers und einiger Holzklötze
- herausschlagen. Vom Kolbenboden abgesehen sieht er aus wie (fast)
neu. Als Nächstes muss nun noch die Laufbüchse gezogen
werden, angeruckt ist sie schon. Ein merkwürdiges Teil an
der Reglerwelle erwies sich als kleine Ölpumpe, die völlig
festgerostet war. Etwas Zuwendung führte dazu, dass sie wieder
vollständig funktioniert und in Zukunft den Kolben mit dem
nötigen Schmieröl versorgen kann. Die Bierflasche auf
den Bildern dient übrigens nur dem Größenvergleich
und ist bekanntermaßen derjenige Gegenstand, der in der
Werkstatt am schnellsten zur Hand ist :-)
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Oktober 2008
Anfang des Monats fand bei der Historischen
Feldbahn Dresden in der Herrenleite bei Pirna eine O&K-Montania-Fahrzeugschau
statt. Anlass war der hundertste Jahrestag des Baus der ersten
Motorlokomotive dieses Herstellers in Nordhausen. Dabei ergab
sich die seltene Gelegenheit, 8 verschiedene "Montania"-Loktypen
in Betrieb sehen zu können. Unterstützt wurde die Veranstaltung
durch Gastlokomotiven. So bekamen die RL1a Nr. 6281, die RL1c
Nr. 10529 und die RL3 Nr. 20787 die Gelegenheit, in der Herrenleite
einige Runden für die Besucher zu drehen. Die RL3 war zwar
eindeutig der Publikumsliebling, bereitete aber große Probleme,
da die Dichtungen an den Düsenstöcken nur für wenige
Minuten dem Einspritzdruck standhielten. Erst nachträglich
gebohrte Löcher für den Lecktreibstoff brachten Entspannung
und damit die Lösung.
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Rechtzeitig zum Internationalen Feldbahntreffen
wurde die norwegische Fahrrad-Draisine fertiggestellt,
wenn auch erst einmal nur in der 600mm-Variante. Ein Problem der
Strecke in Ramsen
waren allerdings die unterschiedlich schweren Schienen resp. breiten
Schienenköpfe. Das Fahrrad ist für eine Kopfbreite von
40mm ausgelegt, die den bei Feldbahnen üblichen S18-Schienen
entspricht. Die Strecke der Stumpfwaldbahn verfügt aber nur
auf ca. einem Drittel ihrer Länge über derartiges Gleis,
so dass die Draisine die restlichen zwei Drittel mühsam auf
breiten Schienen geschoben werden musste, von denen sie ständig
abzurutschen drohte und dies auch tat. Dabei brach zu allem Übel
noch der Lenker einseitig ab, er wurde aber freundlicherweise
schon am Samstag früh vom Ramsener Lokomotivbauer Bernd Bormann
wieder hart gelötet. 
September 2008
Anfang des Monats ergab sich eine günstige
Gelegenheit, die beiden Schwungräder der L180 Nr.
1361 zu demontieren. Das war auf Grund des großen Gewichtes
nur mit dem Kran möglich.
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August 2008
Auch die Restaurierung der RL1c Nr.
10529 ist weitgehend abgeschlossen. Der Motor lauft nach wie vor
tadellos und springt ohne Probleme an. Der Größenunterschied
zwischen RL1c und MD1 ist beachtlich.
Juli 2008
Die Aufarbeitung der MD1 geht nach
über 13 Jahren ihrem Ende entgegen. Um prüfen zu können,
ob die Lok einwandfrei funktioniert, fand ein "roll out"
und eine Testfahrt auf nahezu den gesamten 50m Gleis im Garten
statt, auch die vorhandene Weiche wurde mehrfach befahren! Das
Ergebnis war durchaus zufriedenstellend, der Motor läuft
sehr gleichmäßig, Getriebe und Bremse arbeiten tadellos.
Einen akustischen Eindruck ermöglicht ein Klick hier.
Auf dem dritten Bild ist gut zu erkennen, wie ein Teil der Seitenwand
des Schuppens weggeklappt werden kann, um die Vorbeifahrt zu ermöglichen.
Der nächste Schritt ist nun der Transport der Maschine nach
Glossen, wo sie richtig "Auslauf" haben wird. Zum Abschluss
noch ein Bild der Lok im "Lieferzustand".
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Die jahrelange Suche nach einem
adäquaten Ersatzmotor für die Type M wurde endlich
von Erfolg gekrönt: ein 8PS-Benzinmotor des Typs F3 von Conord
wird der Lok in Zukunft die erforderliche Zugkraft verleihen.
Er ist zwar nicht ganz so massiv wie das O&K-Aggregat ausgeführt,
besitzt aber in seinem 50cm-Schwungrad einen gleich großen
Energiespeicher und verfügt über ein halbes PS mehr.
Der Motor springt problemlos an und läuft mit dem Benzin,
was sich noch im Tank befand. Es könnte nach Aussage des
Verkäufers 30 Jahre alt sein...
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Juni 2008
Da die OME117 in dem Betrieb, aus
dem sie stammt, eigentlich als Ersatzteispender gedacht war, hatte
man sie bereits um einige Teile erleichtert. So war auch das Getriebe
schon abgebaut. Glücklicherweise fand sich ein passendes
Getriebe beim Stöbern in einem Werkstattcontainer unweit
der Lok, welches mitgenommen werden konnte. Nach Jahren getrennter
Lagerung ergab sich nun die Gelegenheit, es wieder auf der Maschine
zu montieren. Vorher konnten auch die originale und die nachgefertigte
Feder an der Hinterachse eingesetzt werden. Die eigentliche Restaurierung
der Lok wird auf Grund anderer Projekte momentan noch nicht in
Angriff genommen.
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Mai 2008
Wenn einer eine Reise tut ... so kann
er nicht nur was erzählen, er kann auch etwas mitbringen!
Während des Besuches in Norwegen ist mir in einem Haufen
Schrott auf einem nahezu stillgelegten norwegischen Bahnhof ein
Schienenfahrrad aufgefallen. Auch wenn das dritte Rad fehlte,
war der Rest doch der Rettung und Aufarbeitung würdig. So
wurde alles Holz vom Metall getrennt und das Eisen ging auf die
Reise nach Deutschland. Die Sicherheitskontrolle beim Einschiffen
in Oslo konnte nichts Verdächtiges feststellen. Das Schienenfahrrad
oder besser gesagt die Draisine wird für eine variable Spurweite
wieder aufgebaut, primär natürlich für 60er Spur.
Eine Erweiterung auf 1435mm ist aber geplant, es gibt schließlich
genug stillgelegte Regelspurstrecken, auf denen man herumfahren
kann. Der hölzerne Rahmen wurde dank der Hilfe eines befreundeten
Tischlers aus Lärchenholz neu gebaut. Die norwegische Nationalfarbe
rotbraun für die Räder ist auch schon beschafft...
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April 2008
Es gibt Neuigkeiten von der im Juni 2005
im Tausch gegen die Benzollok abgegebenen MD2. In ihrer
neuen Heimat Stord
in Norwegen haben die sehr engagierten Freunde des Museumsvereins
in den letzten Jahren nicht nur eine komplette Gleisanlage im
ehemaligen Grubengelände neu errichtet, sie haben auch das
Förderhaus der alten Schwefelkiesgrube für ihre Zwecke
nutzbar gemacht. Man kann dort u.a. den Maschinensatz und die
Schalttafel eines kleinen Wasserkraftwerkes besichtigen. Der nächste
Schritt in der Arbeit ist die Erschließung des Bergwerkes
für einen zukünftigen Besucherbetrieb. Dazu müssen
die seit ca. 50 Jahren still liegenden Stollen und Schächte
wieder zugänglich gemacht werden. Bei einem Besuch Anfang
April konnten die Erfolge der norwegischen Freunde bestaunt und
gewürdigt werden. Und in den letzten Tagen waren die Arbeiten
im Stollen soweit vorangekommen, dass die MD2 erstmals hineinfahren
konnte, wie die stimmungsvolle Aufnahme des Vereinsfreudnes Tor
Resser beweist. 
November 2007
Es kann manchmal sinnvoller sein, nicht
direkt an den Loks zu bauen, sondern die Bedingungen zu schaffen,
um später besser voranzukommen. Da es auf dem eigenen Grundstück
nur ca. 50m Gleis unter freiem Himmel gibt, waren Arbeiten an
den Maschinen nur bei gutem Wetter und in der wärmeren Jahreszeit
möglich. Daher bestand schon lange die Idee eines kleinen
Lokschuppens. Diese wurde in den letzten Monaten weitgehend im
Selbstbau umgesetzt. einen direkten Gleisanschluss gibt es nicht,
er wird bei Bedarf mit Hilfe von fliegendem Gleis und "Frosch"
hergestellt. Eine Besonderheit ist, dass das vorhandene Gleis
unter einer Ecke des Gebäudes hindurchführt, die bei
Bedarf weggeklappt werden kann.
August 2007
Nun ist die RL3 die erste, längere
Strecke aus eigener Kraft und ohne Zwängen gefahren, allerdings
gab es einige "kleinere" Probleme dabei: nach einiger
Zeit hielten die Kupferdichtungen an der Einspritzdüsen dem
Druck nicht stand und der Diesel vernebelte die Umgebung. Dies
ließ sich durch eine Reduzierung des Einspritzdruckes auf
100atm beseitigen, außerdem läuft der Motor dadurch
wesentlich sauberer. Das andere Problem ist schon unangenehmer:
man kann im ersten Gang mit dem Motor nicht bremsen, dabei entsteht
ein immer lauter und schneller werdendes Klopfgeräusch im
Getriebe. Da wartet bestimmt noch etwas Arbeit für den Winter.
Aber zum Tag des Denkmals Anfang September wird die Lok in Glossen
ihre Runden drehen!
Juli 2007
Im Rahmen der RL3-Aufarbeitung
konnte das schwierige Kapitel der Achsreparatur nun offensichtlich
abgeschlossen werden. Nachdem eine Messung ergab, dass der Winkel
zwischen den beiden Vorderrädern 94° betrug, war klar,
dass die Lok damit nicht ordentlich fahren konnte. Leider war
auf Grund des festen Sitzes der Räder auf der Achse ein Abdrücken
nicht möglich und es hätte die Gefahr des Brechens der
Räder bestanden. daher musste die vorhandene Achse von beiden
Stirnseiten her soweit aufgebohrt und zusätzlich geschlitzt
werden, dass die Räder ohne Spannung abgezogen werden konnten.
Danach waren eine neue Achse zu drehen und die Räder wieder
aufzuziehen. Um nicht den gleichen Fehler wie O&K zu machen
und zukünftige Probleme auszuschließen, wurden Passfedern
als Verdrehsicherung montiert. Die Arbeiten wurden durch das Elbtalwerk Heidenau
fachmännisch erledigt. Eine erste Probefahrt aus eigener
Kraft hat die Lok gut bestanden, nun sind noch einige Feinarbeiten
im Bereich der Lager und der Bremse zu erledigen. Der Motor läuft
sehr ruhig und gleichmäßig, erzeugt allerdings eine
Abgaswolke wie eine Dampflok. Das wird sich hoffentlich nach einigen
Betriebsstunden noch legen.
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Die offene RL1a hatte beim der
letzten Vorführung keinen Öldruck am Motor. Außerdem
verlor sie Kühlwasser, ohne dass eine Pfütze unter der
Lok entstand. Das ließ eine Undichtigkeit im Motor vermuten.
Beim Öffnen des Ölablasshahnes liefen erst einmal rund
zwei Liter Kühlwasser aus, was diesen Verdacht bestätigte.
Bei näherer Untersuchung zeigte sich, dass das Kühlwasser
im Bereich der Stößelstangen austrat und von dort in
Kurbelraum tropfte. An die undichte Stelle kann man nur herankommen,
wenn man die äußere Umhüllung des Zylindermantels
aufschneidet. Nachdem dies erfolgte, zeigte sich ein großer
Frostschaden, der vor vielen Jahren mit Epoxidharz repariert worden
war. Dieses Harz war nun gealtert und spröde geworden und
konnte die Bruchstellen nicht mehr abdichten. Es wird nun nicht
einfach sein, die Risse durch Schweißen dicht zu bekommen.
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Mai 2007
Leider
ist die Achse der RL3 immer noch nicht wieder an ihren
Platz in der Lok zurückgekehrt. Nachdem sich die Räder
nicht abdrücken ließen, musste sie ausgebohrt und neu
hergestellt werden. Diese Arbeit ist inzwischen abgeschlossen,
beim Aufschrumpfen ergaben sich jedoch neue Schwierigkeiten, die
noch nicht behoben sind. Dafür ging es mit dem Zylinderkopf
der L180 voran, die Risse wurden von einer Spezialfirma
fachmännisch geschweißt und die Nähte müssen
nun nachbearbeitet werden. Nachdem sich ein Ventil dem Ausbau
total verweigert hat, wurde es ausgebohrt, so dass wenigstens
der Ventilsitz gerettet werden konnte. Weiterhin müssen mehrere
Gewindelöcher am Kopf aufgearbeitet werden, eine mühselige,
aber unumgängliche Aufgabe.
Dezember
2006
In
der schon fast endlosen Geschichte von der RL3 wird ein
neues und hoffentlich das vorerst auch letzte Kapitel aufgeschlagen:
die Lok steht ohne Vordeachse auf Schwellenstapeln in der Werkstatt.
Um das Zwängen der Treibstangen zu beseitigen, wurden im
Herbst die Achsabstände durch Beilagplatten an den Lagern
korrigiert. Als die Stangen wieder angebaut werden sollten, ging
das nur mit einer, bei der anderen standen die drei Kurbelzapfen
von Achsen und Blindwelle nicht in einer Linie, so dass man die
Stange vor der Montage hätte verbiegen müssen. Bei genauer
Betrachtung zeigte sich, dass die beiden Räder der Vorderachse
nicht genau 90° zueinander versetzt waren. Wodurch das entstanden
ist, kann man heute nur vermuten, vielleicht durch einen Stein,
der während der Fahrt seitlich unter die Stange gerollt ist.
Möglicherweise hat die Lok diesem Umstand ihr Überleben
bis heute zu verdanken, weil sie seinerzeit als betriebsuntauglich
abgestellt und nicht wie ihre Schwestern nach der Schließung
der ziegelei Anfang der siebziger Jahre verkauft und später
verschrottet wurde. Jedenfalls gilt es jetzt, ein Rad von der
Vorderachse abzudrücken und im genau richtigen Winkel wieder
zu montieren, eine nicht ganz leichte Aufgabe.
Leider
neigen die Evolut-Federn von O&K altersbedingt häufig
zum Brechen. Bislang habe ich als Ersatz Spiralfedern verwendet,
die für schwere Grubenhunte gedacht waren. Da die Federn
der Loks aber frei zu sehen sind, gab es schon lange die Idee,
neue nachfertigen zu lassen. Um einen günstigen Preis zu
erhalten, haben sich vier Besteller zusammengetan, damit eine
entsprechend große Zahl (30) von Federn gefertigt werden
konnte. Die Firma Bischoff
in Staßfurt hat eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert!
November 2006
Der heute auf der MD1 befindliche
Motor war ursprünglich als Austauschmotor auf der Type M
montiert. Mit ihr gemeinsam hatte er ca. 30 Jahre auf dem Grund
eines stillgelegten Steinbruches gelegen. Vor dieser "Verschrottung"
hatte man noch den Zylinderkopf und die Wasserpumpe demontiert.
Diese Umstände waren dem Motor wenig zuträglich und
seine Wiederinbetriebnahme daher nicht geplant. Dass änderte
sich vorerst auch nicht, als die MD1 mit einem Tauschmotor in
die Sammlung kam, da der fehlende Zylinderkopf nicht ersetzbar
war. Aber hartnäckiges Herumfragen führte nach einigen
Jahren dazu, dass ein Zylinderkopf gekauft werden konnte. Die
vorhandenen Anbauteile (Kipphebelbock und Düsenhalter) von
MD2 und RL1c passten aber nicht an den Kopf, der wahrscheinlich
noch von einer Type MD stammt. Nach längerem Herumrätseln,
wie das Problem zu lösen sei, wurde von einer Dresdner Spezialfirma
ein Adapter hergestellt, der Zylinderkopf und Zusatzteile passend
macht.
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Oktober 2006
Weil die die Restaurierung der Benzollok
sehr aufwendig ist und einige Schwierigkeiten vorhersehbar sind,
gibt es dafür keinen festen Zeitplan. Die Arbeiten erfolgen
in kleinen Schritten und eher nebenbei. Als erste Etappe auf diesem
Weg wurde das Getriebe zerlegt und instandgesetzt. Eine Scheibe,
die beim Abdrücken zerbrach und die Lagerbüchsen in
zwei Zahnrädern wurden erneuert, alle anderen Teile können
weiter verwendet werden. Zur Aufarbeitung des Lokrahmens ist das
Getriebe später als Ganzes von der Lok abnehmbar.
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Mai 2006
Es gibt wieder einmal einen Neuzugang in der Sammlung: eine SCHÖMA Lo20. Sie sieht mit ihren Bullaugen-Fenstern ein wenig aus wie aus dem Trickfilmstudio. Interessant ist das Antriebskonzept mit Pendelachse und Cardan. Wenn die Lok von 890mm auf 600mm umgespurt sein wird, soll sie in Glossen zum Einsatz kommen, da sie den dort früher verwendeten DIEMA-Loks ähnlich ist.
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Februar 2006
Die französische RL1a war
zwar nach der Reparatur des Motors wieder funktionsfähig,
neigte aber zum Ausgleisen und ließ sich von Hand nicht
schieben. Der Grund dafür war, dass die Laufflächen
der Räder stark eingelaufen waren. Damit ergaben sich unterschiedliche
Raddurchmesser, die ein starkes Zwängen der Kette zwischen
beiden Achsen zur Folge hatten. Als die Achsen ausgebaut waren,
stellte sich heraus, dass die Raudumfänge nur noch wenig
mit der idealen Kreisform gemeinsam hatten. Auf grund der extremen
Härte der Laufflächen (das Material wurde über
Jahrzehnte im Betrieb kaltgewalzt) musste erst mit der Trennscheibe
gearbeitet werden, bevor die Achsen auf die Drehmaschine konnten.
Die schrägen Rillen wurden mit einer besonders harten Schruppscheibe
wieder entfernt. Zum Teil wurden bis zu 15mm Material vom Radius
weggenommen. Glücklicherweise hatten die Konstrukteure genug
Reserven vorgesehen.
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Dezember 2005
Im Zusammenhang mit der ausgebauten Achse
der Deutz OME117 war leider auch eine Tragfeder abhanden
gekommen, die sich beim Abholen der Lok auch nicht mehr auffinden
ließ. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, andere Federn
einzusetzen, blieb am Ende doch nur der Neubau nach Muster. Eine
alteingesessene Dresdner Federnschmiede fertigte eine ausgezeichnete
Kopie, die man erst auf den zweiten Blick vom Original unterscheiden
kann (Am Original ist auf Grund des Alters etwas Rostfraß
zu erkennen.)
Oktober 2005
Bereits seit rund 10 Jahren ist die MD1
fast fertig restauriert, lediglich der Motor fehlte noch. Auch
an ihm waren wesentliche Arbeiten wie der Einbau einer neuen Laufbüchse
und neuer Kurbelwellenlager schon erfolgt. Da der Motor nur Platz
in der Garage wegnahm, habe ich mich kurz entschlossen, ihn auf
die Lok zu setzen und die restlichen Arbeiten im Frühjahr
im Freien auszuführen. Montiert wurde der Motor feldbahnmäßig
mit einem aus drei Schienenstücken gebauten Dreibock und
einem Flaschenzug. Nicht ganz einfach war der Transport von Motor
(350kg) und Schwungrad (200kg) auf einer Sackkarre von der Garage
in den Garten. Erst neben der Lok wurde die Schwungmasse wieder
am Motor befestigt und mit einem Spezialschlüssel verschraubt.
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September 2005
Sachen gibt's, die gibt's garnicht! Der
Motor der "offenen" RL1a hatte vom Moment seiner
Wiederinbetriebnahme an die Eigenart, aus allen Gehäuseöffnungen
Auspuffgas in die Umgebung zu verteilen. Das war nicht nur optisch
unschön, sondern auch ein Problem für den daneben sitzenden
Lokführer. Also habe ich vor Jahren die Kolbenringe erneuert,
allerdings ohne erkennbare Verbesserung. Nachdem der kürzlich
erfolgte Tausch der Laufbüchse auch keinen Fortschritt brachte,
blieb nur noch die Möglichkeit eines Loches im Kolben. Durch
Abdrücken fand sie sich bestätigt und nachdem der Deckel
der "Acro"-Brennkammer entfernt war, zeigte sich in
der Kammerwand ein großer Gusslunker. Dessen dünne
Wände hatten im Laufe der Zeit Risse bekommen, durch die
der Auspuff in den Kurbelraum gelangen konnte. Dank der großzügigen
Hilfe einer befreundeten Dresdner Firma, die auf die Reparatur
von Werkzeugen spezialisiert ist, konnte der Kolben geschweißt
werden. Nachdem der Motor nun wieder zusammengebaut ist, hat er
eine solch hohe Verdichtung, dass er beim ersten Startversuch
zurückschlug, bei 200kg Schwungmasse schon ganz erstaunlich.
Inzwischen läuft er aber tadellos.
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August 2005
Nachdem die OME117 lange Zeit in einem eher traurigen Zustand mit nur einer Achse auf einem Flachwagen herumstand, ist sie nun wieder auf ihre eigenen "Füße" gekommen. Eine große Hilfe dabei waren die elektrischen Hubwinden, die in einem früheren Leben Straßenbahnwagen aus- und eingeachst haben. Dass die beiden Achsen nicht aus der gleichen Lok stammen, ist schon am der Farbe zu erkennen. Getriebe und Stangen kommen gelegentlich auch wieder an ihren Platz.
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Juni 2005
Nachdem
die MD2 nun schon einige Zeit fertig Restauriert war und
ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen konnte, stand
dem geplanten Tausch der Lok gegen eine andere O&K vom Typ
L180 nichts mehr entgegen. Tauschpartner ist ein Bergwerksmuseum,
das einen Fahrbetrieb im museumseigenen Stollen einrichtet und
dafür eine funktionsfähige Lok benötigt. Die Reparatur
der in einem sehr schlechten Zustand befindlichen Benzollok hätte
die Möglichkeiten des Museums überstiegen, ausserdem
ist sie eher nicht für einen Besucherbetrieb geeignet. So
entstand der Gedanke, die Loks zu tauschen und die MD2 zu nutzen,
zumal eine Lok diesen Typs einstmals in der zum Museum gehörigen
Grube zum Einsatz kam. Die L180 ist bis auf den Zündmagneten
komplett und dennoch eine Lebensaufgabe, denn es wird zu prüfen
sein, wieviele Teile nur noch als Vorlage für den Bau neuer
dienen können. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderungen...
So berichtete die Lokalpresse von der Ankunft der MD2 in Ihrer neuen (alten) Heimat in Norwegen:

April 2005
Die vor
einigen Jahren gekaufte Deutz OME117 hatte zwei unterschiedliche
Achsen, da die Lok ein Ersatzteilspender war und in dieser Funtion
vor Jahrzehnten eine ihrer beiden Achsen für die Betriebslok
opfern musste. Die ausgetauschte, eingefahrene Achse der Betriebslok
gehörte aber glücklicherweise zum "Lieferumfang".
Nach einer längeren Vorbereitungsphase, während der
für die Drehbank sowohl eine feste Spitze inkl. Reduzierhülse
beschafft als auch der Mitnehmer passend zu den Kurbelzapfen ausgefräst
wurde, konnten nun beide Achsen auf das gleiche Maß und
die Laufflächen auf den richtigen Winkel abgedreht werden.
Die Bandagenräder von Deutz haben eben genug Materialreserven
für solche Arbeiten und die OME117 kommt endlich wieder auf
ihre Achsen.
März 2005
Die
erste Ausfahrt der MD2 aus der Werkstatt mit eigener Kraft
hat stattgefunden! Allerdings erforderte der eingestzte Tauschmotor
vom Typ Deutz F2L712 einige Arbeiten, bevor er wieder lief. So
wurden neue Düsen und neue Kolbenringe montiert, die Ventile
geschliffen und die Ventilsitze nachgefräst. Außerdem
wurde der Motor komplett und gründlich gereinigt. Er macht
optisch einen sehr guten Eindruck und ist auch problemlos angesprungen.
Für die Kupplung des Austauschmotors mit dem Getriebe mußte
ein Adapter gebaut und montiert werden. Nun hat die Lok schon
fast ihr endgültiges Aussehen zurückbekommen, die Lackierarbeiten
sind noch abzuschließen, die Seitentüren zu ergänzen
und die elektrische Ausrüstung zu komplettieren. Den krönenden
Abschluss bilden dann die Kopien der Fabrikschilder.
Dezember 2004
An der MD2 geht die Restaurierung zügig voran, man kann schon erahnen, wie die Maschine einmal aussah. Allerdings sind die tiefen Rostfraßstellen im Rahmen nicht mehr zu beseitigen. Sie zeugen davon, dass dieser "Schrott" Jahrzehnte unbeachtet und ungeschützt herumstand. Getriebe und Fahrwerk sind wieder voll funktionsfähig, jetzt müssen noch Motor und Verkleidung montiert werden. Die Bilder zeigen die Lok in Schwechat und im heutigen Zustand.
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Oktober 2004
Rechtzeitig
zum Feldbahntreffen wurde die DEMAG ML15 soweit fertig,
dass sie zeigen konnte, was in ihr steckt. Der Motor sprang beim
ersten Startversuch nach vielleicht 40 Jahren Stillstand sofort
an und läuft wie ein Uhrwerk! Die Rekonstruktion der Lok
war ein echtes Gemeinschaftswerk der Feldbahnschuanlage Glossen
e.V. Der Motor hat eine neue Laufbuchse, neue Ventile, neue Kolbenringe,
eine neue Einspritzpumpe und einen fachkundig reparierten Kühler.
Daneben wurde die durch Frost zersprengte Bodenwanne des Getriebs
geschweißt und die verschlissene Dreistrahl-Einspritzdüse
gegen eine fabrikneue ausgetauscht. Der Auspufftopf wurde in traditioneller
Technik (Metalldrücken) nach dem Original neugefertigt. Der
Erfolgt gibt allen (in diesem Falle auch finanziell nicht unerheblichen)
Mühen recht: der Motor läuft wunderbar gleichmäßig
und die Lok hat dank ihrer Dreipunkt-Abfangung eine Super-Gleislage.
Der Auspuff erzeugt übrigens hübsche Ringe. Allerdings
ist die Maschine nichts für einen Dauerbetrieb als Lokführer:
der Lärm auf dem Führerstand, verursacht durch Getriebe
und Motor, ist erheblich und eigentlich nur mit Ohrschützern
längere Zeit auszuhalten! Aber früher hat so etwas wohl
keine Rolle gespielt, man hat schließlich ein high-tech-Produkt
bedient.
September 2004
Nach
kurzer, intensiver Instandsetzung hat die aus Frankreich stammende
RL1a gezeigt, dass noch etwas in ihr steckt: sie rennt
die Berge in Glossen nur so hinauf, und das nach vielleicht 40
Jahren Stillstand! Allerdings waren sowohl Motor als auch Getriebe
in bedauernswertem Zustand. Das Getriebe war gänzlich ohne
Öl und daher zum Teil festgerostet, ließ sich aber
mit Geduld und leichtem Nachdruck wieder gangbar machen. Der Motor
hatte sowohl im Kopf (herausgesprengte Gehäuseplatte) als
auch im Zylindermantel (20cm langer Riß) schwere Frostschäden.
Beides ließ sich jedoch mit Silikon und Druckschrauben (Kopf)
vorerst reparieren. Schweißen wäre auch möglich,
wird aber erst aktuell, wenn das Silikon nicht hält, was
nach den ersten Fahrten nicht gleich zu erwarten steht. Die hohe
Wärmebelastung beim Schweißen bringt auf das alte Materal
zudem einem Wärmestreß, der vielleicht vermeidbar ist.
Übrigens mussten auch die Evolut-Federn der Lok ausgetauscht
werden, sie waren x-mal gebrochen und völlig zusammengedrückt.
Das schien im letzten Betriebseinsatz der Lok allerdings keine
Rolle gespielt zu haben... Auf dem Bild präsentiert sich
die 6281 in der letzten Abendsonne und einer ordentlichen
Rauchwolke. Der äußere Zustand ist wunderbar verrostet
und soll so bleiben, allerdings stören die grünen Flecken
einer offensichtlich darübergegossenen Farbbüchse etwas.
Juli 2004
Endlich hat die RL1c wieder ihr Dach: Auch
wenn die Aufarbeitung der Lok noch nicht abgeschlossen ist, so
zeigt sie sich doch äußerlich weitgehend komplett.
Das Dach ist ein Originalteil, das von einer anderen RL1c stammt,
die schon vor über 30 Jahren verschrottet wurde. Durch glückliche
Umstände blieb es in einer Ziegelei erhalten und kann wieder
seinem ursprünglichen Zweck dienen. Da sich kaum RL1c mit
Dach erhalten haben und die vorhandene Maschine bei ihrer Auslieferung
eines hatte, ist die Komplettierung besonders erfreulich. Nun
kann man auch bei heißem Sonnenschein oder mäßigem
Regen ganz gemütlich Lokfahren...
Juni 2004
Wie das Leben so spielt, während des Urlaubs kam eine weitere O&K-Montania in die Sammlung: eine MD2. Sie besitzt einen vebreiterten Rahmen, was darauf schließen läßt, daß sie ursprünglich für 750mm Spurweite (oder mehr) ausgeliefert wurde. Leider wird sich ihre Identität wohl nicht mehr feststellen lassen, da bis auf die Frontverkleidung der Motorhaube alle Blechteile fehlen. Einen Hinweis darauf, daß sie vielleicht im O&K-Werk Budapest montiert wurde, könnte der ungarische Kühler geben. Die Lok stand Jahrzehnte ungeschützt auf dem Gelände eines Wiener Baumaschinenhändlers, bevor sie an das Eisenbahnmuseum Schwechat ging, von dem sie im Tausch erworben wurde. Leider ist der gegenwärtige Gesamtzustand eine echte Herausforderung für jeden Feldbahnfreund!
April 2004
Und noch ein Neuzugang: Aus Frankreich konnte eine RL1a erworben werden, die mit einem geschlossenen Motorvorbau den Übergang zur RL1c darstellt, auch wenn sie noch den 11PS-Motor besitzt. Die Maschine ist an einen Grubenbetrieb geliefert worden, war dort aber für übertägigen Einsatz bestimmt. Sie besitzt daher keine Grubenausrüstung. Trotz des stark verrosteten Äußeren ist die Lok in keinem schlechten Zustand, der Motor dreht, wenn auch noch widerwillig. Sitz und Bremshebel fehlen, können aber aus eigenen Beständen mit Originalteilen ersetzt werden. Die Lok ist ohne spätere Ergänzungen sehr authentisch und besitzt bemerkenswerte, sog. "Pufferplatten", die die Höhe der Puffer vergrößern, um sie für den Verschub der Grubenhunte tauglich zu machen.
März 2004
Neuzugänge: Durch glückliche
Umstände konnte kürzlich eine der beliebten DEMAG
ML15 erworben werden. Das ist schon ein tolles Eisenschwein!
Momentan ist die Aufarbeitung im vollen Gange, die Zeit als Spielplatzlok
hat ihre Spuren hinterlassen. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung,
daß die Lok zum Feldbahntreffen im Oktober funktionsfähig
sein wird, eine neue Laufbüchse wird gerade gedreht...

Weiterhin kam eine Deutz OMZ117F im Tausch gegen die Brandiser OME117F in die Sammlung. Sie ist eine recht frühe Bauart mit niedrigem Führerhaus und noch ohne den charakteristischen Luftfilter auf der Motorhaube. Die Druckluftanlasseinrichtung ist vollständig vorhanden. Auffallend ist die Ausführung der Gewichte und der Bleche an der Motorhaube, welche Originalteile sind. Auch diese Maschine bietet reichlich Arbeit, da sie längere Zeit auf einem Spielplatz stand und Kinder bekanntlich nahezu alles "kleinkriegen".

RL3: Diese Lok stellt immer noch eine Herausforderung dar! Mittlerweile ist zwar das Fahrwerk instand gesetzt und eine elektrische Ausrüstung hat sie auch wieder, was bedeutet, daß man vor dem Anlassen kein Krafttraining mehr absolvieren muß. Dennoch macht der Motor nach wie vor Schwierigkeiten: er läuft unrund bzw. ein Zylinder scheint manchmal gegen die Richtung zu zünden, was mit einem lauten Knall verbunden ist. Daher wird jetzt die über 60 Jahre alte Pumpe nun durch den Bosch-Dienst geprüft, so etwas können die heute noch! Besonderer Dank gilt der Firma MSM in Dresden, die an Hand der vorhandenen, sehr verschlissenen Originalteile neue Düsenstöcke hergestellt hat, die aussehen, als wären sie direkt aus dem O&K-Zentrallager geliefert worden. Selbst alle eingefrästen Beschriftungen sind vorhanden! Übrigens ist auch der fehlende Windflügel inklusive Lagerbock inzwischen neu gebaut und montiert worden.
August 2003
Seit dem Frühjahr sind weitere, wesentliche Arbeiten an der RL3 ausgeführt worden, aus eigener Kraft fahren wird sie wohl aber erst zum Tag des Denkmals im September. Das liegt daran, daß das vordere, linke Achslager in seiner senkrechten Führung festgerostet war und nur in einer komplizierten Prozedur wieder gangbar gemacht werden konnte. Auf Grund des festsitzenden Lagers konnte die Lok nicht mehr korrekt einfedern und die Maße der linken Treibstange paßten nicht mehr zum Achsstichmaß. Ergebnis war ein deutliches Zwängen (bis zum Blockieren) der Achsen bei einer bestimmten Radstellung. Beim Ausbau der Achsen wurde auch gleich das gesamte Bremsgestänge instandgesetzt und die Hinterachse etwa 1,5cm aus den Federn gehoben. Einziges noch fehlendes, für einen uneingeschränkten Fahrbetrieb nötiges Teil ist der Kühler-Windflügel mit Lagerbock, so daß vorerst nur kurze Fahrstrecken möglich sein werden, bis dieser nachgefertigt ist.

Inzwischen ist auch die Deutz MLH514 nach Glossen transportiert und wieder mit ihren Belastungsgewichten versehen worden, die ihr ein Reibungsgewicht von 2,8t verleihen. Bis auf Restarbeiten, die bis zum Tag des Denkmals erledigt sein werden, ist die Rekonstruktion damit abgeschlossen. Daß der Begriff "Rekonstruktion" in diesem Falle seine volle Berechtigung hat, wird beim Vergleich des Fotos der Fundsituation mit dem des gegenwärtigen Standes sicher offenkundig. Zum Fundzeitpunkt fehlten der Lok "nur" der Motor, das Getriebe und die Puffer und von den vier Kugel-Achslagern hatten drei keine Kugeln mehr ...
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März 2003
Im Augenblick läuft die Restaurierung der Montania RL3 auf Hochtouren, denn sie soll zum Osterfahrtag in Glossen den Besuchern im Betrieb präsentiert werden. Nachdem die Lok über 30 Jahre ungenutzt in einem alten Ziegeleigebäude stand, dessen Dach undicht war, hat die Korrosion ganze Arbeit geleistet. Die Maschine ist um einiges leichter als in ihren Betriebstagen, besonders nachdem der noch anhaftende Rost abgeklopft wurde. Alle Bleche und selbst die massiven Gußteile haben starke Abrostungen, dennoch ist alles so massiv ausgeführt, daß überall noch ausreichend Material vorhanden ist. Sandstrahlen und Neulackieren sind vorerst nicht vorgesehen. Einerseits, um den authentischen Charakter nicht zu verändern und zum anderen, weil der Materialabtrag auch bei lackierten Teilen deutlich zu sehen sein würde. In einem ausgezeichneten Zustand sind das Innere des Getriebes und des Motor-Kurbelgehäuses (goldgelbes Öl!), die Blindwelle läßt sich spielend mit der Hand durchdrehen. Leider fehlt die komplette Elektrik der Maschine, sie ist wohl in der schlechten Zeit nach dem Krieg demontiert worden. Natürlich haben alle dieselführenden Teile stark unter dem langen Stillstand gelitten, so waren die Plunger der Einspritzpumpe fest, der Druck einer der beiden Düsen zu gering, Tank und Filter völlig verschmutzt usw. Der Zylinderkopf mußte gleichfalls aufgearbeitet werden: Ventilsitze nachschleifen, Kipphebel beweglich machen... Nachdem diese Arbeiten einige Zeit in Anspruch genommen haben, ist nun ein erster Erfolg eingetreten:

Am 9.03. ist der Motor (natürlich von Hand gestartet) erstmals wieder gelaufen, und zwar sehr gleichmäßig. Zur Begrüßung hat er allerdings erstmal zwei Hände voll Ruß gehustet und danach schöne Rauchringe geblasen.
Nun müssen nur noch das Kühlsystem und die Stangenlager instandgesetzt werden.